Weckknödel (Semmelknödel) – Resteverwertung für altes Brot

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Bestimmt kennt Ihr das auch: das frische neue Brot ist bereits gebacken oder gekauft und das Endstück des alten Brotes mag keiner mehr essen. Zum Wegwerfen eigentlich zu schade, aber was soll man sonst damit anfangen?

Ganz einfach: leckere Knödel daraus machen!

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Ich schneide das alte Brot in grobe Würfel, lasse diese trocknen und sammle sie in einer Papiertüte bis ich genug für das unten stehende Rezept zusammen habe.

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Normalerweise bereite ich immer das doppelte Rezept zu (paßt genau in den Thermomix Varoma mit Einlegeboden) dann kann man entweder die 2. Hälfte einfrieren oder am nächsten Tag in Scheiben geschnitten anbraten. Schmeckt mindestens genauso lecker und ist wieder eine neue Variante.

Für ca. 10 Stück benötigt Ihr:
300g trockenes (altbackenes) Brot, in Würfel geschnitten2015-03-08 11.41.40
250g Milch
3 Eier
2 EL getr. Salatkräuter oder andere Kräuter nach Wahl
1 Prise Muskat
1/4 TL Pfeffer
ca. 1 TL Salz oder nach Geschmack
Wasser und Salz zum kochen bzw. dämpfen


Zubereitung:
Milch in den (Mix-)Topf einwiegen und auf 70° (TM: 2,5 Min./70°/Stufe 1) erwärmen.
Eier zugeben und kurz (TM: auf Stufe 5) verrühren. Brotwürfel, Kräuter und Gewürze in den
(Mix-)Topf geben und (TM:  20 Sek./Knetstufe) alles gut vermengen. Evtl. etwas stehen lassen, bis die Flüssigkeit komplett aufgesogen wurde.
Mit feuchten Händen ca. 10-11 Knödel formen (und im eingefetteten Varoma und Einlegeboden verteilen). Wasser mit 1-2 TL Salz zum sieden bringen und ca. 20 Min. darin gar ziehen (nicht kochen!) lassen. (TM: Wasser mit 1 TL Salz in den sauberen Mixtopf geben, Varoma aufsetzen und 35 Min./Varoma/Stufe 1 garen.)

Zu Braten oder Pilzragout, etc. servieren.
 
Guten Appetit!!

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Saatenbrötchen – leckere Brötchen mit Sauerteig

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Frisch gebackene Brötchen, mmmmmhhhhh nichts leckeres.
Der tolle Geruch, die knackig, knusprige Kruste, das saftige Innere. Einfach himmlich. Und wenn wir dieses “Wunder” auch noch selbst hergestellt haben, um so besser.
Wenn Ihr Brötchen mit knackig gerösteten Körnern oben drauf mögt, dann solltet Ihr dieses Rezept ausprobieren. 2015-02-27 18.58.092015-02-27 18.58.56
Uns, und vor allem meinen Kindern, schmecken
diese Brötchen jedenfalls super gut, wie man sieht:

Hier das Rezept für ca. 13 Brötchen:
Sauerteig 10 g Anstellgut (Sauerteig aus dem Kühlschrank, z.B.)
100 g Roggenmehl, Type 1150
80 g Wasser (ca. 36° – 40° C warm)

Quellstueck 100 g Roggenflocken oder Haferflocken (fein oder grob)
25 g Leinsamen
20 g Sesam
165 g Wasser

Teigbereitung
Sauerteig
Quellstueck
400 g Weizenmehl, Type 550 oder 1050
20 g Hefe
10 g Salz
15 – 20 g Broetchenbackmittel oder Backmalz
10g Backmargarine
100g Wasser
zusätzlich: Mehl, Wasser zum befeuchten und Körner oder Haferflocken für das Topping

18 Std. vorher: Sauerteig starten: Alle Zutaten für den Sauerteig zusammenrühren und an einem warmen Ort stehen lassen.

1 – 4 Std. vorher: Zutaten für das Quellstück zusammen rühren und quellen lassen

Alle Zutaten in die Rührschüssel geben und einen Teig bereiten. Wenn eine Kitchen-Aid oder andere Küchenmaschine benutzt wird, ca. 3 Min. langsam kneten bis alles zu einem Teigklumpen zusammen ist, dann 5 – 10* Min. schneller kneten. Thermomix ca. 3 Min. auf Teigknetstufe, dann umfüllen.
Teig für ca. 30 Min. entspannen lassen und anschließend Teiglinge abwiegen. Ich wiege meine Teiglinge zu ca. 80g ab. Diese dann rund schleifen.
Die Oberfläche der Teiglinge befeuchten und in Körner oder Haferflocken, o.ä. drücken. Auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen, abdecken und mind. 30 – 45 Min. gehen lassen.
Backofen auf 230° C O-/U-Hitze oder 220° C Heißluft vorheizen
Teiglinge nochmals gut mit Wasser besprühen, Backblech in den Backofen stellen, Temperatur auf 200° C O-/U-Hitze oder 180° C Umluft herunterstellen und für ca. 14 – 18 Min. backen.
* Wenn die Brötchen nach dem Backen kleiner sind als vorher, dann ist der Kleber im Mehl noch zu stark und zieht sich während des Backvorgangs zusammen. Da man seine Brötchen aber größer und nicht kleiner möchte als vor dem backen, muß die schnelle Knetzeit entsprechend verlängert werden.

Guten Appetit!!
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Sauerteig – selbst ziehen aus Starterkulturen

 Sauerteig – das unbekannte Wesen (ein sehr interessantes Buch) so könnte man  auch sagen. Denn es gibt so viel  über Sauerteig zu sagen und heraus zu finden, daß jedes  Jahr dicke Bücher zu diesem Thema geschrieben werden und immer noch weiß man nicht  alles was es zu diesem Thema zu wissen gibt.

Aber Brot oder auch Brötchen schmecken einfach viel besser wenn diese mit Sauerteig gemacht sind.

Man kann sich seinen Sauerteig natürlich jedes Mal frisch kaufen. Aber sich seinen Sauerteig nach der sog. Detmolder Einstufen-Führung aus Starterkulturen selbst zu ziehen ist eigentlich ganz einfach.

Man muß nur ein paar Dinge beachten:
1. Man braucht entweder frische Starterkulturen (bekommt man über das Internet), man kann seinen Sauerteig den man bereits hat vermehren oder bekommt etwas von einem Bekannten/Freund geschenkt für den Start.
2. Man muß die 18 Std., die der Sauerteig zum versäuern braucht, beim Brot machen mit einkalkulieren (glaubt mir, das kann manchmal ganz schön nerven. Vor allem wenn einem erst in letzter Minute einfällt, daß kein Brot mehr im Haus ist und man schnell noch eines backen sollte ;-/ )
3. Die Grundregeln sollten eingehalten werden, damit der Sauerteig jedesmal wieder so wird wie er sein sollte.

Sauerteig Herstellung nach der Detmolder-Einstufenführung:
10% Starter, entweder Starterkulturen oder etwas vom letzten Sauerteig (z.B. 20g)
100% Roggenmehl (z.B. 200g)
75% Wasser (z.B. 150g)

Der fertige Teig sollte 28° C warm sein am Ende und muß bei ca. 28° C für 18 Std. gären können. D.h. auf oder neben der Heizung  im Winter oder entsprechend warm im Sommer.

Um die gewünschte Teigtemperatur zu erhalten kann man folgende Formel anwenden:
gewünschte Teigtemperatur x 2 abzgl. der Mehltemperatur  = Wassertemperatur
(z.B. 28° C x 2 – 20° C = 36° C  -> das Wasser sollte also 36° warm sein)

(Man kann auch gekauften Flüssig-Sauerteig als Starter für seinen eigenen Sauerteig verwenden, allerdings funktioniert das nicht ganz so gut, meiner Erfahrung nach)

Brownies – Schokoladig-leckere Köstlichkeit

Heute habe ich Lust auf Brownies. 2015-02-09 18.23.15
Solltet Ihr die bisher noch nicht probiert haben, kann ich euch nur raten diese mal nach zu backen.
Brownies sind fester (herzhafter) als Schokoladenkuchen, aber weicher als Kekse. Ein Zwischending eben.
Zudem noch super schnell gemacht (vor allem mit dem TM, da hier die 1-Kessel-Methode greift), damit einem mehr Zeit zum genießen bleibt Winking smile

Hier die Zutaten für ein Blech (in etwa 23×23 cm):
120g weiche Butter oder Margarine2015-02-09 15.56.39
175g (Zartbitter-)Schokolade oder Kuvertüre
(evtl. 10 – 20g Kakao)
220g Zucker
1 Prise Salz
1 Pck. Vanillezucker o. 1 TL selbstgemachter Vanillezucker
2 Eier
120g Mehl
(evtl. 1/2 TL Backpulver ist nicht nötig, macht die Brownies aber noch lockerer)
150g Nüsse, nach Geschmack

Zubereitung:
Backofen vorheizen.
Schokolade kurz klein hacken oder mahlen (ca. 5 Sek./Stufe 8). Butter dazu und schmelzen (70° C/6 Min./Stufe 1). Zucker, Gewürze und Kakao zugeben, unterrühren (ca. 10 Sek./Stufe 3-4). Eier zugeben und ebenfalls kurz bei Stufe 3-4 unterrühren. Mehl und Nüsse zugeben und unterheben (Linkslauf/Stufe 3-4/ca. 15-20 Sek.).
Die Masse in eine gefettete Form (ca. 23×23 cm) füllen und glatt streichen. Sollte der Teig zu sehr am Werkzeug kleben bleiben, einfach mit etwas Wasser befeuchten, dann funktioniert es besser.
Backen:
O-/U-Hitze: ca. 30 – 40 Min. bei 200 – 220° C.
Umluft: ca. 30 – 35 Min. bei 165 – 175° C.

Noch warm in die gewünschte Würfelgröße schneiden und nach dem Abkühlen genießen.

TIPP: Die Brownies sollten frisch nach dem Backen innen noch feucht sein, dann schmecken sie wie Schokoladecake. Bei längerer Lagerung (immer vorausgesetzt die werden überhaupt so alt Winking smile) werden sie etwas trockener und härter. Schmecken aber immer noch hervorragend.
Es kann ohne Probleme gleich die doppelte Menge hergestellt und gebacken werden. Dann einfach in einer entsprechend größeren Form.
So und jetzt:

Guten Appetit!!!
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